Digitalisierung im Handwerk

Digitalisierung im Handwerk

Nicht nur im Dienstleistungsbereich spielt die Digitalisierung eine immer größer werdende Rolle. Allmählich findet auch im Handwerk ein digitaler Wandel statt. Das mag zunächst etwas kurios klingen, weil weder ein Laptop noch ein Smartphone jemals in der Lage sein werden, eine Wand aufzumauern. Die Digitalisierung im Handwerk geht schnell voran Solche Arbeiten werden mit Sicherheit auch noch in den nächsten Jahren von fachkundigen Handwerkern ausgeführt. Selbstverständlich lässt sich jedoch nicht ausschließen, dass eines Tages auch Bauroboter Arbeiten auf einer Baustelle ausführen können. Vor 30 Jahren konnte sich auch noch keiner vorstellen, dass es heute Mäh- und Saugroboter gibt. Doch wie sieht es derzeit grundsätzlich mit der Digitalisierung im Handwerk aus? Es gibt einige Bereiche, die jetzt bereits digitalisiert sind.

 

Die Kommunikation ist vereinfacht

Ein wesentlicher Bestandteil der Digitalisierung im Handwerk ist die Kommunikation. Handwerker auf der Baustelle können jederzeit im direkten Kontakt mit dem Auftraggeber oder mit dem Chef des Unternehmens stehen. Das gilt nicht nur für die mündliche Kommunikation. Treten beispielsweise an einer Baustelle irgendwelche unvorhergesehene Probleme auf, können die Handwerker Fotos oder Videos davon aufnehmen. Zudem kann der Bauunternehmer im direkten Live-Chat mit dem Bauherrn in Verbindung treten. Insbesondere im Bereich der Kommunikation ist die Digitalisierung im Handwerk schon eine große Hilfe, die eine erhöhte Effizienz zur Folge hat.

 

Moderne Vermessungstechniken stehen durch die Digitalisierung zur Verfügung

In früheren Zeiten mussten noch umfangreiche Vermessungen des Gebäudegrundrisses durchgeführt werden. Einige Bauunternehmen setzen bereits Drohnen ein, die alles exakt aus der Luft vermessen können. Die auf dieser Weise gewonnenen Daten werden gleich an das entsprechende System weitergeleitet, sodass sie jederzeit von allen beteiligten Personen abgerufen werden können. Auch Laser-Messgeräte sind mittlerweile mit mobilen Schnittstellen ausgestattet. Die moderne Technik zur Vermessung erspart den Handwerkern die umständliche Zettelwirtschaft. Dadurch entsteht ganz nebenbei auch noch eine enorme Zeitersparnis.

 

Die digitele Vermessungstechnik ist jedoch nicht nur in der Baubranche von Bedeutung. In der Holz- und Metallbearbeitung erfolgt die Herstellung von Werkstücken bereits seit längerer Zeit anhand der an einem PC errechneten Daten. Diese werden direkt an die CNC-Werkzeugmaschinen geleitet. Diese setzen die Daten um, sodass es so gut wie keinen Ausschuss mehr gibt. Bei der Verarbeitung von Holz, Kunststoff oder Metall wird durch die Digitalisierung in diesen handwerklichen Bereichen deutlich weniger Material verbraucht. Dadurch verringern sich die Produktionskosten im erheblichen Maße.

 

Digitale Dokumentation von Arbeitsabläufen

Die Digitalisierung im Handwerk hat auch in den meisten Fällen die Nutzung einer Cloud zur Folge. Für diese Zwecke gibt es ganz spezielle Clouddienste, die sich auf die Handwerksbranche spezialisiert haben. Diese bieten zumeist eine umfangreiche Software an, die den Handwerksbetrieben einige größere Erleichterungen bietet. Es beginnt bereits bei der Planung eines Auftrags. Sobald die spezifischen Daten in eine entsprechende Maske eingegeben wurden, gleicht die Software die Daten mit den Zulieferbetrieben für die Baumaterialien ab. Zudem erfolgt die Ermittlung der Arbeitszeit sowie der anfallenden Nebenkosten. Daher kann der Bauunternehmer dem Auftraggeber schon kurze Zeit nach der Anfrage einen sehr präzisen Kostenvoranschlag erstellen.

 

Für die eigentliche Planung des Auftrags hilft die Software sowohl bei der Materialbeschaffung als auch bei der Arbeitsplanung. Bei jedem handwerklichen Auftrag müssen viele Dinge in einem vorgegebenen Zusammenhang erfolgen. Daher müssen die Materiallieferungen immer zu den jeweiligen Arbeitsabläufen passen. Die Software ist eine große Hilfe bei der perfekten Koordination, sodass es zu keinen Arbeitsengpässen kommt. Materiallieferungen in der Werkstatt oder auf einer Baustelle lassen sich ebenfalls digital erfassen. Daher laufen immer alle Fäden in der Cloud zusammen. Auch direkt bei der Arbeit lassen sich die einzelnen Abläufe genauestens dokumentieren, sodass hinterher zu jedem Zeitpunkt genau erkennbar ist, welche Arbeiten, mit welchem Material- und Arbeitszeiteinsatz durchgeführt wurden. Diese Möglichkeit steigert die Effizienz, weil der Bauunternehmer genau erkennen kann, in welchen Bereichen der Betrieb optimiert werden kann. Um nochmals auf die Baubranche zurückzukommen. Mittlerweile ist es bei sehr vielen Betrieben schon Gang und gebe ein digitales Bautagebuch zu führen.

 

Die Digitalisierung im Handwerk verringert die zumeist ungeliebten Schreibarbeiten. Das bedeutet, dass die Zeit, in der die Handwerker ihre Arbeitsberichte schreiben, lieber für die Ausführung von Arbeiten genutzt werden kann. Davon profitiert auch der Arbeitgeber, weil seine Angestellten viel mehr schaffen können. Das wiederum kommt den Auftraggebern zugute, weil sie nicht die Arbeitszeit für die aufwendige Dokumentation bezahlen müssen. Die Handwerker freuen sich zudem, weil sie sich nicht mehr über die lästigen Schreibarbeiten ärgern müssen.

 

Wo wird die Zukunft der Digitalisierung im Handwerk hingehen?

Aller Voraussicht nach, wird die Digitalisierung im Handwerk in den nächsten Jahren noch interessante Schritte gehen. Wenn man schon darüber nachdenkt, welche Fortschritte die modernen Werkzeugmaschinen oder Roboter werden auch schon bald im Handwerk eingesetzt leistungsfähige Geräte auf der Baustelle brachten, wird es sicherlich bald weitere Geräte geben, die zumindest einfache Arbeiten automatisiert erledigen können. In vielen Produktionsbetrieben ist es bereits zur jetzigen Zeit so, dass es eigentlich nur noch Personal zur Überwachung der Arbeitsabläufe gibt. Dieser Trend wird sich mit Sicherheit auch in handwerklichen Bereichen durchsetzen. Die Digitaltechnik gewinnt zunehmend an Komplexität. Es ist auch schon immer wieder die Rede davon, dass schon bald die künstliche Intelligenz weiterentwickelt wird. Da wird es sicherlich nur noch eine Frage der Zeit sein, wann die ersten Maschinen oder Roboter völlig autonom auf einer Baustelle oder in einer Werkstatt arbeiten. Die Digitalisierung im Handwerk steht noch am Anfang, aber sie schreitet schnell voran.

 

 

 

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