Geschichte der Digitalisierung

Die Digitalisierung hat eine lange Geschichte

Die Digitalisierung bedeutet ja eigentlich, dass Informationen in zwei Zuständen übertragen werden. Es gibt beispielsweise an und aus oder kurz und lang. Deshalb können im eigentlichen Sinne schon die ersten Morsetelegrafen als Anfang der Digitalisierung gewertet werden. Mit dem Morsealphabet ist es möglich mittels Licht- oder Akustiksignale Botschaften zu vermitteln. An diesem Grundprinzip hat sich gar nicht so furchtbar viel verändert. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass in der heutigen Zeit Milliarden von Schaltvorgängen innerhalb einer Sekunde stattfinden können. Daher sind deutlich höhere Übertragungsraten möglich als noch zur Zeit der Morsegeräte. Bis die ersten Computer entwickelt wurden, dauerte es aber noch viele Jahre.

Im Grunde genommen begann die eigentliche Digitalisierung, wie wir sie heute noch nutzen, bereits in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Der damalige Bauingenieur Konrad Zuse ärgerte sich immer über die sehr umständlichen Berechnungen, die er in seinem Beruf ausführen musste. Daher entwickelte er ein mechanisches Gerät, mit dem Berechnungen durchgeführt werden konnten. Dieses funktionierte jedoch nicht besonders überzeugend. Daher entwickelte er es weiter und baute anstelle mechanischer Komponenten elektrische Relais ein. Im Jahre 1941 entstand daraus dann der erste Computer mit der Bezeichnung Z3. Dieser führte schon Berechnungen mit mehreren Nachkommastellen aus.

Die Geschichte der Digitalisierung geht weit zurück

In der Folgezeit stagnierte die Weiterentwicklung, weil es noch gar keinen rechten Bedarf an Computern gab. Erst Ende der 50er und in den 60er Jahren, als die Raumfahrt immer wichtiger wurde, gab es eine Nachfrage nach Geräten, die in möglichst kurzer Zeit Berechnungen durchführen konnten. Diese Geräte waren seinerzeit aber noch sehr aufwendig und kaum bezahlbar. Das sollte sich jedoch schon bald ändern. Bereits in den 70er Jahren kamen die ersten erschwinglichen Taschenrechner auf den Markt. Diese wurden schon in kurzer Zeit immer weiter verbessert und mit zahlreichen Funktionen ausgestattet. Die Entwicklung nahm dann Fahrt auf und schon bald gab es die ersten Personal Computer.

Diese waren zuerst noch nicht so besonders leistungsfähig, aber es war auf jeden Fall schon mal ein Anfang und ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Digitalisierung. Ein großes Problem war seinerzeit noch die Möglichkeit, größere Datenmengen zu speichern. Daher war die Einführung von Disketten schon ein großer Fortschritt. Die ersten Festplatten waren damals noch große Geräte. Eine Festplatte mit einer Speicherkapazität von fünf Megabyte hatte die Größe eines Mopedmotors und kostete etwa 5.000 DM. Da die Nachfrage nach erschwinglichen Speichern wuchs, tat sich eine Menge in der Forschung und in der Entwicklung.

 

Das Internet hat die Geschichte der Digitalisierung stark verändert

Die ersten PCs wurden hauptsächlich als Ersatz für die gute alte Schreibmaschine verwendet. Doch schon bald kamen viele weitere Funktionen hinzu. Die Geräte waren plötzlich in der Lage, auch Farben und Töne zu verarbeiten. Ein bedeutender Schritt zur Digitalisierung war jedoch die Vernetzung. Zunächst gab es das Arpanet. Das ist die Abkürzung für Advanced Research Projects Agency Network. Dabei handelte es sich um ein Netzwerk, das mehrere Rechenzentren der US Air Force verband. Das war noch ein in sich geschlossenes Netzwerk und nicht öffentlich zugänglich. Es kann aber durchaus gesagt werden, dass es sich beim Arpanet um den Vorläufer des Internets handelt. Ab dem Jahre 1989 entstand dann das Internet, das seinerzeit aber nur sehr wenige Nutzer hatte. Der Grund für die geringe Nutzung lag in den hohen Anschaffungskosten für internettaugliche Computer.

Es wurde auch von vielen Wissenschaftlern vorhergesagt, dass es sich beim Internet wahrscheinlich nur um eine kurzlebige Modeerscheinung handelt, die schon bald wieder Geschichte sein wird. Aus heutiger Sicht kann wohl jeder feststellen, dass die damaligen Vorhersagen nicht zutreffend waren. Heute geht überhaupt nichts mehr ohne einen PC sowie ohne einen Internetzugang. 

Inzwischen haben E-Mails den Brief abgelöst. Versandhäuser haben nur überlebt, die auch den Trend erkannten und einen Onlineshop einrichteten. Zuerst wurde dies auch noch von vielen belächelt und als kurzfristige Modeerscheinung abgetan. Daher hat auch in diesem Bereich die Geschichte der Digitalisierung ihre Spuren hinterlassen und viele Veränderungen gebracht. 


Im privaten Bereich hat sich im Laufe der Zeit besonders viel verändert. Fotos wurden irgendwann nicht mehr auf Rollfilme aufgenommen und entwickeln lassen. Die digitalen Fotos konnten problemlos auf den PC übertragen und nachbearbeitet werden. Inzwischen findet ein reibungsloser Datenaustausch zwischen PC, Smartphone und dem Tablet statt. Nahezu alle analogen Daten werden mittlerweile digitalisiert, um sie besser und einfacher auszutauschen oder zu versenden. Die Geschichte der Digitalisierung ist aber noch lange nicht am Ende angelangt. Obwohl die Entwicklung schon weit vorangeschritten ist, stehen wir im Grunde genommen noch am Anfang der Entwicklung.

 

Die Geschichte der Digitalisierung in der Arbeitswelt

In der Arbeitswelt hat die Digitalisierung langsamer Einzug gehalten als im privaten Bereich. Unternehmen haben zunächst erhebliche Bedenken beim Einzug der Digitalisierung gehabt. Ein Büro ohne unzählige Ordner mochte sich keiner vorstellen. Als dann dort die ersten Computer eingeführt wurden, dienten sie meistens nur dazu, schriftliche Dokumente einzuscannen und sie dann auf CDs oder anderen Speichermedien zu archivieren. Dadurch entstand eigentlich nur ein Mehraufwand. Die digitale Datenverarbeitung bedeutete eigentlich nur einen Mehraufwand.

 

Erst seit wenigen Jahren wurde die Datenverarbeitung effizienter in den meisten Betrieben genutzt. Dadurch konnte so ganz allmählich die Digitalisierung ihr ganzes Potenzial zeigen. Inzwischen gibt es auch schon das sogenannte papierlose Büro. Das heißt, Daten werden nur noch in digitaler Form verarbeitet. In der heutigen Zeit passen auf den Speicher eines Tablets oder eines Smartphones mehr Daten als früher in riesigen Aktenschränken untergebracht waren. Außerdem sind Dokumente viel schneller auffindbar. Aber auch in der Berufswelt ist die Geschichte der Digitalisierung noch nicht abgeschlossen und wird noch viele interessante Neuigkeiten hervorbringen.

 

Die jüngste Geschichte der Digitalisierung in der Industrie

Die Digitalisierung im industriellen Bereich wird auch gerne Industrie 4.0 bezeichnet. Das liegt unter anderem daran, dass es mittlerweile der vierte wichtige Meilenstein in der Digitalisierung ist. Die erste große Veränderung trat schon im 19. Jahrhundert ein. Damals erfolgt die Produktion sämtlicher Artikel in Handarbeit. Es gab ausschließlich Manufakturen. Doch dann setzte sich in kurzer Zeit die Serienproduktion aufgrund von automatisierten Abläufen durch.

Die Geschichte der Digitalisierung in der Industrie

Im zweiten Schritt wurde dann die Fließbandproduktion eingeführt. Das war zu beginn des 20. Jahrhunderts der Fall. Jeder Arbeiter brauchte während der Produktion am Fließband nur wenige Handgriffe durchführen, die sich immer wiederholten. Dadurch konnten auch erstmals Menschen im produzierenden Gewerbe tätig sein, die handwerklich nicht so begabt waren. Das war für viele Menschen ein Segen, weil sie auf diese Weise Geld verdienen konnten.

 

Die dritte Phase der industriellen Entwicklung hatte im Grunde genommen erstmals etwas mit der Digitalisierung zu tun. Sie setzte in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ein, nachdem die Mikroprozessoren erfunden waren. Diese kleinen Geräte konnten größere Maschinen steuern. Die Maschinen konnten dadurch kompliziertere Arbeitsschritte durchführen. Auch körperlich anstrengende Arbeiten konnten die neuen mikroprozessorgesteuerten Maschinen ausführen. Besonders vorteilhaft daran war, dass die automatisierte Produktion rund um die Uhr stattfinden konnte. Die Maschinen machten keinen Feierabend. Unterbrechungen gab es eigentlich nur, wenn Wartungsarbeiten durchgeführt werden mussten.

 

Inzwischen wird die Digitalisierung sehr viel tiefer in die gesamte Auftragsabwicklung eingreifen. Vom Eingang eines Auftrags bis zur Auslieferung von Artikeln oder Bereitstellungen von Dienstleistungen werden viele Schritte automatisiert ablaufen. Dadurch wird die Produktivität deutlich erhöht. Da dieses bereits der vierte Schritt ist, wird er auch gerne als Industrie 4.0 bezeichnet. Aber auch mit diesem gravierenden Schritt wird die Geschichte der Digitalisierung im industriellen Bereich noch nicht abgeschlossen sein. Die Befürchtung vieler Arbeitnehmer ist nun dahingehend, dass noch mehr Arbeitsplätze durch die Digitalisierung abgebaut werden. Ob das wirklich so ist, wird noch in einem anderen Beitrag näher unter die Lupe genommen.

 

Deutschland steht vor einer großen Herausforderung. Seitdem auch seitens der Regierung beschlossen wurde, die Digitalisierung voranzutreiben, gibt es viele Diskussionen und Ängste. Wie es bei allen anderen Veränderungen in der Geschichte bereits der Fall war, gibt es viele Menschen, die in einer neuen Ära ihr großes Glück sehen und andere wiederum befürchten den Untergang. Deshalb sollte zum Schluss vielleicht nochmals kurz erwähnt werden, dass die derzeitige Entwicklung hierzulande in anderen Ländern bereits zur Geschichte der Digitalisierung gehört. In Deutschland wird derzeit der Ausbau vom 5G Netz diskutiert. Es werden unendliche Debatten darüber geführt, wie ein solches Netz aufgebaut werden könnte, während in anderen Staaten bereits konkrete Planungen zum 6G Standard laufen. Daher schreitet die Geschichte der Digitalisierung recht ungleichmäßig voran.

 

 

 

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